|
|
 |
 |
|
Ein Spaziergang durch Frigiliana
Diese Tour durch Frigiliana führt im ersten Teil entlang der 12 Kacheltafeln, die die Geschichte der Schlacht zwischen Mauren und Christen im Jahr 1569 nacherzählen, durch das maurische Viertel (die Altstadt) von Frigiliana; im zweiten Teil auf den Burgberg mit weiter Aussicht auf den Ort, auf Nerja und das Mittelmeer.
Hinweis: Der Beginn des zweiten Teil des Weges ist zur Zeit wegen Bauarbeiten nicht zu begehen. Solange diese nicht beendet sind, kann der Burgberg nur über den hier als Rückweg beschriebenen Weg erreicht werden.
|
 |
 |
|
Charakter: Spaziergang durch die Stadt (1. Teil), guter Pfad auf den Burgberg und schmaler Pfad bergab (2. Teil)
Karte: Stadtplan von Frigiliana, erhältlich in der Touristeninformation. Diese ist in der Casa del Apero an der Cuesta del Apero (50 m von der Plaza del Ingenio, dem Start des Weges, entfernt) zu finden.
Einkehrmöglichkeiten: Bars und Restaurants, Tipps: Das Restaurant La Bodeguilla (an der 12. Keramiktafel auf dem Weg) ist schön gelegen und bietet gute Küche, die Bar “Mirador” am Ende des 1. Teils bietet gute Aussicht und einen Holzkohlengrill.
Übernachtung: Hotels in Frigiliana, Tipps: *Hotel Las Chinas oder ***Hotel Villa Frigiliana, siehe auch >> Praktische Reisetipps Costa del Sol
Anfahrt: Bus ab Nerja (hierhin ab Málaga, Granada, Almería). PKW: Abfahrt von der A-7 (E-15) bei Nerja.
Hinweis: Diese Tour basiert auf dem Faltblatt „Frigiliana (a walk in 2 parts)“ von Elma Thompson, das in der Touristeninformation von Frigiliana verkauft wird. Beide Wegteile können auch unabhängig voneinander gegangen werden; der zweite Teil verlässt die Straßen, so dass festes Schuhwerk zu empfehlen ist.
|
 |
 |
|
Teil 1: Das maurische Frigiliana
Die Morisken (Mauren, die nach der Reconquista von 1492 in Andalusien geblieben sind und – oft nur formell – zum Christentum konvertiert waren) wurden im Andalusien nach der Eroberung immer stärker von der Inquisition bedrängt, der das Beibehalten der maurischen Sitten und Gebräuche ein Dorn im Auge war. Ein Aufstand, der 1568 in der Alpujarra begonnen hatte, breitete sich bis in die Axarquía (den Osten der Provinz Málaga) aus. Der Hintergrund und der Verlauf der großen Schlacht von 1569 wird auf Kacheltafeln in Frigiliana bildlich dargestellt und nacherzählt.
Der Weg beginnt in Frigiliana an der Plaza del Ingenio oberhalb der Bushaltestelle. An diesem Platz, der zwischen Altstadt und Neustadt von Frigiliana liegt, beginnt die Calle Real, die die Altstadt der Länge nach durchquert. Wir folgen dieser Straße, gehen aber gleich an der ersten Straßengabelung nach rechts, die Straße „Hernando El Darra“ (dem Anführer des Maurenaufstands) über Treppenstufen
|
|
|
 |
hinauf. Hier treffen wir auf die ersten beiden Kacheltafeln. Die erste rechts, die zweite in einem kleinen, von einem Torbogen abgetrennten Innenhof links. Gleich darauf sehen wir einen Torbogen, durch den es nach rechts den Schildern zufolge Panoramen zu sehen gibt; wir verstehen aber jetzt der Versuchung (der Weg führt später noch hier lang) und gehen geradeaus weiter und kurz darauf nach rechts in die Calle Amargura. Hier gibt es 4 weitere Kacheltafeln zu sehen. Am Ende geht es nach links in die Calle Alta. Wir gehen an der Calle Chorrera rechts vorbei (wer den zweiten Teil dieses Spaziergangs, den Aufstieg
|
 |
|
|
 |
|
Calle El Garral in Frigiliana. © Jürgen Paeger
|
|
 |
zum Burgberg, macht, wird durch diese Straße zurückkommen) und danach an der Calle El Zacatín (dem alten Kleidermarkt) links vorbei, erst in die nächste Straße links biegen wir ein. Dies ist die Straße „El Garral“. Hier geht es auf einer Treppe steil nach unten, wo wir beim Restaurant „La Bodeguilla“ die 12. und letzte Kacheltafel finden.
Weiter geht es links durch einen Durchgang, der uns zum Kirchplatz mit der Kirche San Antonio bringt. Wir gehen nach links in die Calle Real und folgen dieser vorbei an der Casa Consistorial (dem Rathaus) vorbei, bis links die Straße „Travesia“ abgeht, durch die wir wieder zur Calle Amargura / Hernando El Darra kommen. Diesmal gehen wir rechts und dann links durch den Torbogen, den wir auf dem ersten Wegstück ignoriert haben. Dieser Weg führt an einem Aussichtspunkt vorbei zu einer Gartenbar/Restaurant (Restaurante El Jardin) rechts des Weges. Wer eine Stärkung braucht, findet 50 Meter weiter noch eine kulinarische Alternative: die Bar/das Restaurant „Mirador“; zur Essenszeit wird hier gegrillt.
|
|
 |
 |
|
Teil 2: Zum Burgberg
Der zweite Teil des Weges beginnt an der erwähnten Gartenbar. Wir gehen auf dem schmalen Weg links der Bar entlang, der bald anfängt, durch einen Garten in Kehren bergauf zu führen. Bleiben Sie bitte auf den Wegen, denn das Gelände ist Privateigentum: die Besitzer erlauben netterweise die Benutzung, aber wollen ihre Privatsphäre geschützt halten. Der Weg ist bald mit großen Steinen gepflastert, an einer Gabelung (ab hier ist der Weg mit Ziegelsteinen gepflastert) geht es nach links – immer der Ausschilderung „Castillo“ folgend. Auf dem Weg kommen wir in einen jungen Kiefernwald und an einen ersten Aussichtspunkt mit einer Mauer; von hier aus sehen wir vor uns das Tal des Río Higueron und einen Wasserspeicher (Tour 18 aus dem Wanderführer führt hier vorbei). Wir folgen dem Weg weiter durch den Wald. Oben auf dem flachen Gipfel angekommen, sehen wir einen Aussichtspunkt mit einer halbrunden Mauer. Von hier aus sehen wir die beiden Ortsteile von Frigiliana vor uns, Nerja und das Mittelmeer. Wir können uns hier oben noch etwas umschauen. Wenn wir immer am Rand weitergehen, sehen wir vor uns den Wassertank von Lízar, im Osten finden wir die Reste der Burgmauern; dies ist alles, was nach der Schlacht von 1569 von der Burg überblieb.
|
 |
 |
|
 |
|
 |
|
|
Blick vom Burgberg auf die Neustadt von Frigiliana, und im Hintergrund auf Nerja und auf das Mittelmeer. © Jürgen Paeger
|
|
|
|
Der Rückweg beginnt an dem zweiten Aussichtspunkt. Hier geht eine schmaler Pfad nach unten ab, der auf einen Feldweg trifft. Wir gehen zum Wassertank, den wir zuvor von oben gesehen haben. Rechts steht eine Tafel, auf der die einzelnen Berggipfel eingezeichnet sind. Auf halber Höhe des Tanks, geht an einer weißen Mauer ein schmaler Pfad nach links ab, der bergab führt. Hier biegen wir ein und gehen durch Gärten und Avocadohaine nach unten, der Weg wird immer breiter und trifft dann auf eine zementierte Zufahrtsstraße. Dieser folgen wir nach links und bei den ersten Häusern gehen wir dann nach rechts – dies ist die Calle Chorrera, die uns zur Calle Alta bringt, die wir vom ersten Teil der Tour kennen. In diese biegen wir nach links ein, folgen nun aber – um einen neuen Rückweg kennen zu lernen - an der Weggabelung die Calle Santo Cristo geradeaus. Diese bringt uns vorbei an der Bar Mirador und der Gartenbar zurück zur Plaza del Ingenio, wo unser Spaziergang begonnen hat.
Weitere Wanderungen in Frigiliana und Umgebung: >> Durchs wilde Hinterland von Nerja - Von Frigiliana zum Cortijo del Imán >> Auf das Dach der Sierra de Almijara - Von der Fuente del Esparto auf den Navachica
Weiter zu: >> Wanderungen an der Costa del Sol
>> Übersicht Wandergebiete und Wanderwege in Andalusien
© Jürgen Paeger 2005 - 2008
|
|