Der Schatz des Piraten

An der Mittelmeerküste bei Nerja

Zwei kurze Wanderungen, die uns zu schönen und charakteristischen Landschaften an der Mittelmeerküste bei Nerja führen. Der erste Teil führt zu einem alten Wachturm, der einst dem Schutz der Bewohner vor Piratenangriffen diente.

Von Maro zum Wachturm von Maro

Anspruch: +     Gehzeit: 1.45 Std.     Länge: 5 km     An-/Abstieg: 200 m


Charakter: Leichte Wanderung auf gutem Weg, ca. 200 Höhenmeter

Wanderkarte: Mapa Topografico de Sierra Almijara 1:25.000 (mit Wanderwegen)

Einkehrmöglichkeiten: Bars und Restaurants in Maro.

Anfahrt: Bus: Ab Málaga und Nerja, PKW: Abfahrt von der A-7 (E-15) bzw. N-340 Málaga – Almería (ausgeschildert).

Übernachtung: Hotels in Nerja oder Maro (Tipp: Hotel Romántico Casa Maro), siehe auch >> Praktische Reisetipps Costa del Sol.

Die Wanderung beginnt auf dem Kirchplatz von Maro (der Ausschilderung Iglesia de las Maravillas folgen). Hier gehen wir vorbei an der Kirche Nuestra Senora de las Maravillas (17. Jahrhundert) zum Ende des Platzes, an dem links einige Treppenstufen zu einem Pfad führen, der an der alten Zuckerfabrik von Maro vorbeiführt. Wir folgen diesem Pfad, der unten auf die Straße zum Strand

Wegskizze Wanderung Maro - Torre de Maro

von Maro trifft. Wir gehen nach rechts (also in Richtung Strand). Die Straße führt

Zuckerfabrik von Maro

Die Zuckerfabrik von Maro. © Jürgen Paeger

 zwischen Plastikplanen-Gewächshäusern hindurch in ein Tal; rechts sehen wir den Strand von Nerja. Nach der scharfen Rechtskurve biegen wir in den anfänglich zementierten Feldweg nach links ein. Dieser führt bergan, wir folgen ihm bis zu einer Weggabelung vor einer Steinmauer unterhalb eines Gewächshauses; hier gehen wir nach rechts. Kurz darauf, etwa 10 m nach dem Ende einer Mauer aus Betonsteinen links des Weges, biegt links ein schmaler Pfad ab - diesem Pfad folgen wir nun. Er führt bald hinter einem Wassertank vorbei und geht dann in einen Feldweg über, der uns auf die andere

Talseite bringt. Hier steigt er an, und wir kommen an eine Verzweigung, wo es nach links, geradeaus und rechts weitergeht. Wir nehmen den Weg nach rechts. Dieser Weg knickt an einem Wasserkanal nach rechts ab, hier folgen wir dem vor uns halblinks beginnenden Pfad, der durch Gesträuch führt. An einem Pfad nach links vorbei gehen wir geradeaus, bis der Pfad bald wieder auf einen Feldweg trifft. Hier geht es nach links, bergan. Dieser Feldweg kommt kurz darauf an eine Weggabelung. Zum Wachturm geht es nach links. Wer zuvor noch einen Blick auf die Küste werfen möchte, geht nach rechts und kommt kurz darauf an das Ende des Weges, wo ein Pfad nach links führt, auf halber Höhe die Steilküste entlang. Zuerst haben wir einen schönen Blick auf Maro, Nerja und die Küste der östlichen Costa del Sol, nach einem Stück auf diesem Weg sehen wir einige aufgelassene Terrassen unter einem verfallenen Cortijo und die wilde, nahezu unbebaute Küste in Richtung Cerro Gordo (siehe 2. Teil der Wanderung) im Westen.

Küste bei Maro, Andalusien

Blick vom Aussichtspunkt unterhalb des Turms von Maro entlang der Küste in Richtung Cerro Gordo. © Jürgen Paeger

Um zum Turm zu gehen, gehen wir am besten bis zu der Weggabelung zurück, gehen nun geradeaus und nach ca. 60 m führt ein Pfad nach rechts den Berg hinauf zum Turm – von hier sind es nur noch 200 m. Mit einem letzten kurzen Anstieg erreichen wir den Wachturm von Maro (45 Min.).

Von hier haben wir einen ähnlichen Anblick zum Meer hin wie unten bei dem Abstecher, dazu kommt jetzt der Blick auf die Sierra de Almijara in unserem Rücken, mit den prominenten Gipfeln des Cielo und des Alto del Espartal. Der Kontrast zwischen Meer und Bergen ist es ja, der diese Region so reizvoll macht, und lässt sich hier deutlich erfahren. Der Turm wurde einst zum Schutz der Küste vor Piratenangriffen erbaut und gehört zu einem System von Wachtürmen, die in Sichtverbindung die ganze

Der Wachturm von Maro (Torre de Maro)

Der Torre de Maro, im Hintergrund Nerja. © Jürgen Paeger

Küste entlang standen; heute erfreut die Aussicht von hier aus uns Wanderer.

Um beim Rückweg etwas abzuwechseln, folgen wir jetzt den beim Turm beginnenden deutlichen Weg landeinwärts (gelb-weiß markiert), der dem hinter dem Turm liegenden Cerrillo del Este („Osthügelchen“) folgt und uns in wenigen Minuten zu einem Parkplatz bringt, an dem ein Schild den Beginn des Weges „Sendero Torre del Maro“ ankündigt. Hier biegen wir nach links in einen Feldweg ein, der unterhalb des Berges wieder „zurück“ führt. An der Weggabelung bleiben wir links, kommen an einen Wald aus Aleppokiefern und dann an die Stelle, an der wir zuvor zum Turm aufgestiegen sind. Der Rückweg ist jetzt wie schon bekannt: wir biegen in den kurz danach abgehenden Feldweg nach rechts ein und gehen wie auf dem Hinweg zurück nach Maro (1.45 Std.).

 

Rund um den Cerro Gordo

Anspruch: +     Gehzeit: 1 Std.     Länge: 2 km      An-/Abstieg: 200 m


Charakter: Leichte Wanderung auf gutem Weg, ca. 200 Höhenmeter

Wanderkarte: Mapa Topografico de Sierra Almijara 1:25.000 (mit Wanderwegen)

Einkehrmöglichkeiten: Bar-Restaurante Mirador de Cerro Gordo direkt am Startpunkt, mit guter Küche (Tel. 958 349099)

Anfahrt: Kein Bus. Mit dem PKW von der N-340 a kurz nach der Provinzgrenze Granada den Abzweig nach Cerro Gordo nehmen, ca. 2,2 km bis zum Mirador de Cerro Gordo.

Übernachtung: Hotels in La Herradura, Nerja oder Maro Maro (Tipp: Hotel Romántico Casa Maro), siehe auch >> Praktische Reisetipps Costa del Sol.

Dieser Rundweg rund um den Cerro Gordo beginnt am Mirador de Cerro Gordo. Hier gibt es ein Restaurant, und eine Kiefer mit steinerner Sitzbank. Ein paar Meter nach links zeigt eine Hinweistafel den Beginn des Weges ein. Der Weg führt entlang eines Holzgeländers sanft den Hang hinab. Am Ende des Geländers nach etwa 20 Metern biegen wir in den Weg nach links ein, der den Hang hinabführt (der markierte Weg geradeaus wird unser Rückweg sein). Durch Kiefern geht es nach untern, bis der Weg vor einem Tal mit einer Neubausiedlung nach rechts abbiegt. Der Weg führt weiter hangabwärts, bald kommen wir an eine offenere Stelle, an der wir einen schönen Blick auf die Bucht von La Herradura haben.

Danach steigt der Weg etwas an, um eine querverlaufende Schlucht zu unserer Linken zu vermeiden, danach geht es vor einer weiteren Schlucht bergab. Hier kommen wir an einen Abzweig: Der Fernwanderweg GR-92 biegt hier

Wegskizze zur Wanderung am Cerro Gordo

nach links ab. (Wer möchte, kann diesem ein Stück folgen, bis er unten auf einen Weg von der Neubausiedlung trifft: hier geht es nach rechts zur Steilküste. Von hier müssen wir zur Weggabelung zurück.)

Unser Weg geht aber geradeaus weiter, er steigt durch offenes Gelände weiter ab, um schließlich nach einem kurzen Anstieg die Schlucht zu durchqueren. Vor einer nächsten Schlucht geht es wieder steil bergab. Nach zwei Holzpfählen, die uns mit weißen Pfeilen den richtigen Weg weisen, biegt er nach rechts und führt auf die Schlucht zu. Kurz darauf scheint er sich zu gabeln: Der linke Weg ist aber nur ein Abstecher zur Küste, hier kommen wir zu einem schönen Ausblick auf die Steilküste bei der Punta de la Panza. Danach müssen wir zu dieser Gabelung zurück, der eigentliche Weg ist der nach rechts weiterführende, der die Schlucht durchquert. Gleich darauf kommen wir zu einer nächsten Gabelung: Hier sollten wir unbedingt dem nach links führenden, mehr oder weniger eben verlaufendem Pfad zur Steilküste “de las Calderas” folgen.

Sowohl links als auch rechts können wir in die Steilküste einsehen; links können wir direkt an den Abgrund gelangen; es geht hier ca. 45 m senkrecht nach unten. In die rechte Bucht können wir sogar hinabsteigen, ein schmaler Pfad führt hinunter.

Nach rechts immer an der Steilküste entlang, kommen wir zur einer noch spektakuläreren Steilküste, den Acantilados de Punta de las Calderas. Eine beeindruckende Steilwand umgibt eine kleine Bucht. Wenn wir genug gesehen haben oder aus Zeitgründen weiter müssen (man kann sich hier kaum satt sehen), finden wir nach rechts den Hauptweg wieder, der jetzt stetig ansteigt: Insgesamt sind in diesem Anstieg ca. 180 Höhenmeter zu überwinden. Im letzten Stück geht es unterhalb eines Holzgitters nach rechts zum Wachturm von Cerro Gordo.

Wanderweg am Cerro Gordo

Weg durch den Kiefernwald an der Bucht von La Herradura. © Jürgen Paeger

Acantilados de las Calderas, Cerro Gordo
Küstenblick vom Cerro Gordo

Die Steilküste Acantilados de Punta de las Calderas. © Jürgen Paeger

Calderas. Eine beeindruckende Steilwand umgibt eine kleine Bucht. Wenn wir genug gesehen haben oder aus Zeitgründen weiter müssen (man kann sich hier kaum satt sehen), finden wir nach rechts den Hauptweg wieder, der jetzt stetig ansteigt: Insgesamt sind in diesem Anstieg ca. 180 Höhenmeter zu überwinden. Im letzten Stück geht es unterhalb eines Holzgitters nach rechts zum Wachturm von Cerro Gordo. Mit einem Blick erkennen wir, wie gut die Lage gewählt ist: hier haben wir eine phantastische Aussicht in alle Richtungen, im Süden sogar bis zu den Gipfeln der Sierra Nevada. Vom Wachturm aus ist es auf dem breiten, nach hinten wegführenden Weg nur noch ein kurzes Stück bis zum Ausgangspunkt; auf dem Weg kommen wir noch an einem weiteren Aussichtspunkt vorbei, auf dem wir die Küste Richtung sehen. Kurz darauf wieder am Mirador de Cerro Gordo (1 Std.).

Aussicht auf die Küste Richtung Nerja vom Aussichtspunkt nahe des Torre. © Jürgen Paeger

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© Jürgen Paeger 2005 - 2008