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Praktische Reisetipps
Ausgangsorte:
Als Ausgangsorte bietet sich die “Hauptstadt” Aracena, das kleine Städtchen Galaroza oder die Bergdörfchen Almonaster la Real und Alájar an.
Alájar ist ein kleines Bergdörfchen (1.000 Einwohner), das sich rund um seinen Hauptplatz gruppiert. Ein nettes Hotel und zwei gute Restaurants sowie einige hier beginnende Wege machen den Ort zu einem netten Standort.
Almonaster la Real (2.500 Einwohner) beitet ebenfalls ein gutes Hotel und zwei gute Restaurants; dazu kommt eine Mezquita aus dem 10. Jahrhundert und Orangenbäume in den Straßen: auch hier kann man es aushalten, gut sogar.
Aracena (6.700 Einwohner) ist ein nettes Gebirgsstädtchen, das von einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert überragt wird. Berühmt ist die Gruta de las Maravillas, die größte Höhle Andalusiens. Das beste kommt hier zum Schluss: die sala de los culos. Aber sehen Sie selbst ... Schon durch seine Größe fühlt man sich in Aracena nicht ganz so in andere Zeiten versetzt wie in den Dörfern. Als Hauptort der Sierra ist Aracena auch ein wichtiger Marktplatz. Zwei Höhepunkte: im Mai findet ein Viehmarkt (feria de ganados) statt, im November ein Pilz-Festival.
Im kleinen Ort Galaroza (1.700 Einwohner) fällt vor allem der Wasserreichtum auf, der von zahlreichen Quellen in der Umgebung herrührt. Mitten im Ort liegt die Fuente de los Doce Caños (“Quelle der 12 Röhren”), 1898 erbaut. Während des Erdbebens von 1755, dass die Stadt Lissabon zerstörte, wurde auch Galaroza schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt verfügt über eine informative Website: www.galaroza.org.
Anreise:
Über Sevilla: N-630 Richtung Mérida, bei Las Nieves auf die N-433 Richtung Portugal/Aracena: Aracena und Galaroza liegen direkt an dieser Straße, zu den anderen Orten gibt es Abzwiegungen. Busse: ab Sevilla, Busbahnhof Plaza de Armas. Nach Almonaster la Real direkt mit der Linie Sevilla - Cortegana (via Alájar), sonst mit Umsteigen in Aracena.
Unterkunft:
Aracena: Hotel Sierra de Aracena, Tel. 959 12 61 75 und 959 12 60 19. Preiswertes, nettes Hotel.
Die besondere Unterkunft: Los Marines (6 km nach Aracena): Finca Buen Vino, Tel. 959 12 40 34. Feines, kleines Hotel (4 Zi.), wo man sich sofort zu Hause fühlt. Englische Besitzer, Abendessen im Preis (hier ist der Haken: DZ um 200 €).
Alájar: La Posada, Tel. 959 12 57 12, www.laposadadealajar.com. Einfaches, nettes Hotel in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, nahe dem Dorfplatz.
Galaroza: **Hotel Galaroza Sierra, Tel. 959 12 32 37, www.hotelgalaroza.com. Angenehmes Hotel gleich neben dem Ort Richtung Jabugo. **Pension Toribio, Tel. 959 123 073, www.hostaltoribio.com (die ebenfalls nette Alternative mitten im - ruhigen - Ortszentrum).
Almonaster la Real: Casa Garcia, Tel 959 14 31 09. Preiswertes, sehr angenehmes Hostal, noch dazu mit ausgezeichnetem Restaurant. Tipp: Verzichten Sie auf den Balkon und nehmen Sie ein Zimmer nach hinten raus: mit Blick auf die schönsten Gärten.
Essen und Trinken:
In der Sierra de Aracena kommt man natürlich um das Fleisch der schwarzen Schweine kaum herum. Die Schinken von Jabugo sind in ganz Spanien (und bei Feinschmeckern darüber hinaus) ein Begriff. Die Qualität hat aber ihren Preis - fragen Sie besser vorher. Dank der Gärten gibt es auch reichlich beste Gemüse (wilden Spargel im Frühjahr!), und die Wälder liefern im Herbst reichlich Pilze - in Aracena gibt es im November ein Pilz-Festival. Für Einsteiger: setas revueltos sind Rühreier mit Pilzen, ein einfaches, aber beliebtes Gericht. Für die Spezialisten bietet jede Bar, jedes Restaurant seine eigene Spezialität an.
Aracena: Restaurante José Vicente (Tel. 959 12 84 55): hier kann man sich bestens in die Geheimnisse des Schinkens und der Pilze einführen lassen. Einen Vorgeschmack gibt die Tapas-Bar Despensa de José Vicente. Einfache gute Gerichte in der Bar Manzano am Hauptplatz. Ein Tipp für Freunde des Süßen: Confitería Casa Rufino neben dem Hauptplatz ist ein Erlebnis.
Linares de la Sierra: Mesón El Arrieros (Tel. 959 463717) bietet ausgezeichnete Küche und nettes Ambiente. Ich plane meine Wanderungen rund um Linares immer so, dass ich zum Mittagessen in Linares bin...
Alájar: El Molino, eine ehemalige Ölmühle, die heute ein gutes Restaurant beherrbergt, sowie das Mesón El Corcho: mehr Kork-Dekoration geht wohl nicht, und das Essen ist auch gut. (Auch die Restaurants Casa El Padrino und Peña Arias Montano [am Aussichtspunkt] sollen gut sein, ich habe dort aber noch nicht selbst gegessen.)
Galaroza: Beste Tapas in der Bar La Fuente, gutes Restaurant El Encinar im Hotel Sierra de Galaroza
Almonaster la Real: Casa Garcia: ausgezeichnetes Restaurant. Las Palmeras: ebenfalls ausgezeichnete Küche, schöne Terrasse im Freien.
Informationen vor Ort:
Das Besucherzentrum des Naturparks findet sich in Aracena im Cabildo Viejo, dem ehemaligen Rathaus aus dem 15. Jahrhundert. Das Haus ist am oberen Platz von Aracena (Plaza Alta) gelegen. Interessante Ausstellung über den Naturpark. Telefon 959 128404.
Internet:
>> Offizielle Webseite des Naturparks mit links zu zahlreichen offiziellen Dokumenten
© Jürgen Paeger 2004 - 2007
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