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park den zweiten Teil seines Namens verdankt, die aber nicht mehr zu dem hier beschriebenen Wandergebiet gehören.
Klima
Die Sierra de Aracena ist für andalusische Verhältnisse relativ kühl und regenreich: Die Durchschnittstemperatur beträgt 14 - 15 °C und es fallen 1.100 mm Jahresniederschlag, meist zwischen Oktober und März. Von Juli bis September ist es normalerweise trocken. Dieses Klima liegt am atlantischen Einfluss: Südwest und Westwinde vom Atlantik erreichen das Gebiet und regnen sich im Bergland ab. Das feuchte Klima ermöglichte auch die Anpflanzung der Kastanienhaine, die wahrscheinlich von den Römern in die Sierra de Aracena gebracht wurden.
Flüsse
Die Sierra de Aracena wird in drei Richungen entwässert: in den Río Guadiana, in den Guadalquivir und in den Río Odiel. Im Wandergebiet liegt der Río Múrtigas, ein Zufluss des Guadiana. Er entspringt im Norden der Sierra de la Virgen und nimmt das Wasser aus der “Fuente de los doce caños” des Ortes Fuenteheridos auf (Tour 3 führt ein Stück an diesem Fluss entlang). Drei weitere größere Flüsse entspringen in der Sierra de Aracena: Die Rivera de Chanza bei Cortegana, die an der portugiesischen Grenze in den Guadiana fließt; die Rivera de Huelva, die wie der Múrtigas an der Nordseite der Sierra de la Virgen entspringt, aber in den Guadalquivir fließt. Der Río Odiel entspringt bei Aracena, und bildet bei Huelva mit dem Río Tinto die Ría von Huelva, an der die Provinzhauptstadt liegt.
Wirtschaft und Kultur
Auf dem armen Gestein Gestein und aufgrund der bergigen Landschaft bilden sich nur arme und sehr flachgründige Böden, die sich kaum für die Landwirtschaft eignen. Daher sind hier ausgedehnte Wälder erhalten - Kastanienhaine sowie Kork- und Steineichenwälder bestimmen das Landschaftsbild. In den Eichenwälder leben halbwilde schwarze Schweine, die mit den Eicheln gemästet werden; die Schinken und Würste dieser cerdos negros sind die Haupterzeugnisse dieser Region - die Schinken aus Jabugo sind jedem Spanier ein Begriff. Der aus den Bergen abgetragene Boden sammelt sich in den Flusstälern, wo die Bewohner seit langem Gärten anlegen; der Verkauf von Gemüse und Obst ergänzt die Einkünfte aus Kork und Kastanien.
Seitdem in der Region ein bescheidener Landtourismus begonnen hat, nehmen diese traditionellen Produkte sogar wieder an Bedeutung zu. Im Mai gibt es in Aracena einen Viehmarkt (feria de ganado), wer ohnehin in dieser Zeit da ist, sollte ihn nicht verpassen. (Noch ein Tipp für Genießer-Wanderer: Im Oktober und November wachsen hier auch reichlich Pilze, die dann auch in allen Bars und Restaurants auf dem Speiseplan stehen. Im November gibt es in Aracena auch ein setas (Pilz-)Festival.)
Weiter mit: >> Wanderungen in der Sierra de Aracena >> Praktische Hinweise (Ausgangsort, Anreise, Unterkunft, Essen und Trinken)
© Jürgen Paeger 2004 - 2007
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