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weitverbreitete Arten, dazu kommt an der Küste zwischen Almería und Adra der im tropischen Afrika vorkommende Strauch Maytenus senegalensis, der hier seine nördlichsten Standorte hat. Im Cabo de Gata finden wir einen Strauch mit auffälligen, hornförmigen Früchten (Periploca laevigata subsp. angustifolia). Er kommt in Europa noch auf Sizilien und Kreta vor, seine sonstigen Vorkommen liegen ebenfalls in Afrika.In weiten Teilen ist jedoch die Degradation dieser Vegetation zu einer Pseudosteppe zu beobachten. In diesen herrschen Halfa- und Espartogras vor. Beide Arten werden für die Espartoflechterei verwendet; Körbe, Schuhe, Hüte und vieles andere werden aus diesen Gräsern hergestellt.
Die Vegetation der Meeresküste
Eine bemerkenswerte Vegetation ist an der Meeresküste vor allem auf Sandstränden zu finden. Vor allem im Bereich des Nationalparks Coto de Doñana ist sie auch noch gut erhalten. Direkt am Spülsaum des Meeres wachsen Pflanzen wie der Meer-Senf. Er kann den hohen Salzgehalt ertragen und profitiert von den organischen Substanzen, die das Meer hier ablagert. Dazwischen kann schon die Strand-Quecke auftauchen. Da ihre Wurzeln den Sand durchspinnen und festhalten, fördert sie die Bildung von Kleindünen. Sind diese erst einmal hoch genug, siedelt sich auch der Strand-Hafer an. Dieser wächst dichter und höher als die Strand-Quecke, sammelt mehr Sand an und ist in der Lage, die Düne vollständig zu befestigen. Auf befestigten Dünen können sich dann bereits Straucharten wie der Großfrüchtige Stechwacholder ansiedeln. Seine Früchte sind bis 1,5 cm breit und damit etwa doppelt so groß wie die Früchte des typischen Stech-Wacholder.
Neben dieser Vegetation gibt es an der Küste noch sehr interessante Pflanzengesellschaften der felsigen Steilküsten, die im Westen Andalusiens von der Strandnelke Limonium emarginatum charakterisiert sind.
Die marismas
Marismas, zeitweilig vom Meerwasser überfluteten Sümpfe, finden wir am ausgeprägtesten im Nationalpark Coto de Doñana. Auch hier finden wir eine typische Salzvegetation. Neben dem aus Südamerika eingeführten Dichtblütigen Schlickgras finden wir hier Arten, die auch von der deutschen Küste bekannt sind: Die Strand-Salzmelde, den Strand-Salzschwaden und den Queller. Andere typische Salzarten sind die Gliedermelden Arthrocnemum fruticosum und A. glaucum.
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© Jürgen Paeger 2004 - 2006
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